Fluss der Zeit (digital)

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Es geht ein Jahr zu Ende, in einer Woche. Falls man Zeit dazu hat, bietet sich vielleicht ein Rückblick an, oft verbunden mit dem Versuch eines Ausblicks. Dass die Zeit fliesst, wird einem vielleicht bewusster als unter dem Jahr, muss aber nicht sein. 

Eine Metapher für Zeit sind oft Fliessgewässer, es plätschert der Bach wie die Zeit, es fliesst der Fluss, es reisst die Welle alles mit, wie die Zeit.

Das Sujet Wasser

In der Fotografie ist Wasser ein beliebtes Sujet, denn es ist leicht, durch die Änderung der Verschlusszeit, dem Wasser ganz unterschiedliche Anmutungen zu verleihen. Wie lange will ich dem Licht des Wassers Zeit geben, auf dem Film oder dem Sensor seine Spuren zu hinterlassen? Je nachdem erhält es eine weiche Anmutung, oder es wird eingefroren, oder es wird zu einer glatten Oberfläche, ohne wirkliche Struktur. Man kennt es ja, und ist doch immer wieder erstaunt, wie wandelbar Wasser ist.

Die Bilder

Ich war an einem Wochenende im Herbst, der sich damals eher wie Sommer anfühlte, im Berner Oberland. Die Gegend bot sich an, mit dem Thema Wasser etwas zu spielen, denn Kaskaden, Wasserfälle und Überbleibsel einer Überschwemmung zogen ihre Aufmerksamkeit auf sich. Ich wollte die Struktur der Steine, der Felsen und des Wassers herausarbeiten und auch mit Kontrasten arbeiten. Deshalb konzentrierte ich mich auf die Leica Monochrom und setzte oft einen Polfilter ein, was sich als durchaus möglich, aber halt doch nicht so komfortabel wie bei einer Systemkamera herausstellte. Der Polfilter für die Messsucherkameras ist eine diffizile Konstruktion in der Anwendung.

Viel Vergnügen beim Betrachten und vielleicht, Sinnieren…