Solothurn, an einem Samstagmorgen, noch zur blauen Stunde
Kamera: Hasselblad 907x/ CFV II 50c
Objektive: XCD 45P/ f4 und XCD 90/ f3.2
Soundtrack-Empfehlung: Züri West, Schatteboxe
Um diese Zeit werfen sogar kleine Objekte wie dieser Kieselstein einen langen Schatten. Und so fühlte es sich auch an auf dem Fotowalk. Die Stadt ist noch sehr ruhig, fast still. Aber die Erwartungen, auf das was noch kommen sollte; die Menschen auf dem Markt, die Gespräche am Aarequai, das Geklapper des Tee- und Kaffeegeschirrs, die Zwiste zwischen dem Langsamverkehr und dem Ganzlangsamverkehr, sie sind spürbar, wie die Schatten sichtbar sind.
In den Kaffees laufen die ersten Vorbereitungen, auf dem Markt sind die ersten Stände bereits aufgebaut. Die Stadtpolizistin zieht die Marktfahrergebühr ein.
Vieles ist in Warteposition; der Briefkasten wartet auf Post, die Strassen auf den Verkehr. Der erste Kunde wartet auf das Öffnen des Coops, Die Fensterscheibe wartet darauf, dass sie geputzt wird. Die Parkbank wartet auf die Raucher, der Bankomat auf die Karten, die Kapelle auf die Sünder.
Nur die Natur, sie wartet nicht. Die Tauben sind schon unterwegs und zuhause in der Siedlung begrüssen mich die Katzen. Der Stadt-Land-Graben wird von der Natur zugeschüttet, zum Beispiel auf der Brache, wo früher Saudan seine Niederlassung hatte, und in der Scheibe des Traktors drängen sich die mächtigen Bäume auf der Schanze ins Blickfeld.
Nur beim Fischreiher beim Palais Besenval bin ich mir nicht so sicher; wartet er oder hat er sein Tagwerk schon vollbracht.













































