Ich war kürzlich auf Stippvisite in Berlin, eine Stadt, die ich schon mal besucht habe, allerdings liegt es schon eine Weile zurück. Diesmal war ich mit der Leica Q2 unterwegs.
Der Himmel über Berlin
Was mir damals schon auffiel, war der Himmel. Ich kann gar nicht sagen, warum. Vielleicht ist es ein anderes Blau im Norden, denn auch in Südschweden hatte ich den gleichen Gedanken: «irgendetwas ist anders hier, aber ich weiss nicht, was es ist».


Mein Hotel war ganz in der Nähe der East Side Gallery, und so war dieser Spot natürlich die erste fotografische Station. Zuerst braucht man etwas Vorstellungskraft, um annähernd zu begreifen, was hier vor der Vereinigung stand, nämlich die wohl am besten überwachte Grenze der Welt. Mehrere Stelen mit Erläuterungen tragen zur Geschichtsbildung bei. Mir viel auf, dass viele Schulklassen diesen Ort besuchen. Das beliebteste Graffiti ist der Bruderkuss, eine eigentümliche Geste, wie ich schon als Kind fand, wenn ich sie im Fernsehen sah.






In diesem Stadtgebiet hat es viele Neubauten, ziemlich seelenlos leider, wie man das überall (auf der Welt?) mittlerweile vorfindet. Architektur, die nur der Ökonomie zu folgen scheint.
Vom Parkdeck auf einem Einkaufszentrum versuchte ich mir einen Überblick zu verschaffen. Eigentlich ist dies ein Nicht-Ort, was ansprechende Fotografie betrifft. Gleichzeitig fand ich ihn aber aus dokumentarischer Sicht spannend. Die Sicht ist nach oben begrenzt, wichtig ist, dass man den Eingang zum Shopping findet, oder weshalb wird es gleich dreimal angeschrieben?




Das Thema Konsum fand ich dann auf dem Kurfürstendamm wieder. Hier gibt es Werbung auch auf dem Gehsteig, wobei das ja nichts neues ist (Stichwort Litfasssäule). So buhlt man um unsere Aufmerksamkeit, die aber schon durch das Handy in Beschlag genommen ist.







