Die Geschichte dieser Marke habe ich im letzten Blog vorgestellt, nun geht es in die Praxis.
Die Bedienung
Das Filmladen ist sehr bequem, denn man kann das gesamte Rückteil entfernen. Dazu bedient man auf der Unterseite die beiden Schraubverschlüsse.



Auf der linken Kameraseite befindet sich unter dem Rückspulknopf ein kleiner Hebel. Mit diesem ist eine für Brillenträger willkommene Dioptrienanpassung des Suchers möglich, etwas, was recht fortschrittlich war zur damaligen Zeit.
Auf dem folgenden Bild sieht man die Bedienelemente:

- Drehrad für die Verschlussspannung und Anzeige der Anzahl gemachter Bilder
- Der Auslöser
- Verschlusszeitenrad: 1/25, 1/50, 1/100, 1/250, 1/500, Bulb
- Blitzschuh
- Rückspulknopf
- Am Objektiv: Blenden- und Entfernungseinstellung
Meine Erfahrungen
Die FED-2 war eine der ersten analogen Kameras, mit der ich es zu tun hatte. Und prompt machte ich einen Bedienungsfehler: beim Spannen des Verschlusses dreht sich das Zeitenrad mit. Nun ist es wichtig zu wissen, dass die Verschlusszeit nur geändert werden darf, wenn der Verschluss gespannt ist. Und natürlich habe ich diese Warnung ignoriert, mit dem Ergebnis, dass die Kamera klemmte und nichts mehr ging.
Ich habe einiges an Recherche getätigt, lange hiess es von überall, dass man das nicht reparieren könne. Ich fand dann einen Hinweis, dass man an der Unterseite etwas lösen könne. Und tatsächlich, ein/ zwei Schrauben lösen, etwas an den Teilen herumstochern und „klack“, war das Problem behoben! Seither nehme ich solche Hinweise in Bedienungsanleitungen ernst.
Ansonsten entspricht die Bedienung dem, was man von Schraubleicas gewohnt ist:
- Die Kamera liegt gut in der Hand.
- Im Sucher hat es einen mit dem Objektiv gekoppelten Entfernungsmesser.
- Der Sucher ist eher klein und weniger geeignet für Brillenträger wie mich, weil man sich die Gläser verkratzen kann. Auf Ebay findet man passende Filze, die man am Sucher ankleben kann.
Die Bilder
Es macht Spass, mit dieser Kamera auf die Pirsch zu gehen. Sie lädt mit ihrem etwas rauen Charme zu Schnappschüssen in der Stadt ein. Die Bilder stammen aus 2021, teilweise noch aus Pandemiezeiten (siehe Bild 3), aufgenommen in Bern und Solothurn.










